direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Projekt CISMo

gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) im Rahmen des BMBF-Förderprogrammes KMU-INNOVATIV.

Change Impact-Analysen für Software-Modelle (CISMo)

Für die Entwicklung eingebetteter Software im Auto hat sich die modellbasierte Entwicklung industriell etabliert. Software-Modelle beschreiben und simulieren regelungstechnische Algorithmen im Fahrzeug, wie beispielsweise Lenkungsunterstützung oder Zentralverriegelung, und sind die Quelle für die Generierung von Regelungssoftware. Häufig wird die generierte Software auch in sicherheitsrelevanten Systemen eingesetzt (z.B. Brake-by-Wire). Ein für dieses Industrieumfeld weit verbreitetes Modellierungswerkzeug ist Simulink/Stateflow mit den Codegeneratoren bzw. Embedded Coder. Modellbasierte Entwicklung ist unter anderem deshalb erfolgreich, weil die Qualitätssicherung durch Tests und Analysen schon in frühen Phasen der Entwicklung durchgeführt werden kann.

Änderungsmanagement und Wartung für Software-Modelle werden wegen der wachsenden Komplexität der entwickelten Systeme sowie der angestrebten Wiederverwendung der Modelle immer wichtiger. Insbesondere bei sicherheitsrelevanter Software dürfen nach einer Freigabe der Software Änderungen nur sehr eingeschränkt vorgenommen werden, um nachträglich eingebrachte Fehler zu vermeiden. Die Sicherheitsnorm ISO 26262 beinhaltet deshalb für Wartung und Änderungen spezifische Anforderungen und Empfehlungen.

Zielsetzung

Innerhalb der modellbasierten Entwicklung mit Modellierungssprachen wie MATLAB/Simulink und Stateflow existiert bislang kein industriell verwendbares Verfahren für die Analyse von Auswirkungen von Änderungen an Software-Modellen, mit dem

  1. eine Change Impact-Analyse durchgeführt,
  2. Freedom from Interference nachgewiesen und
  3. Testfälle für den Regressionstest selektiert werden können.

Dieses Forschungsvorhaben soll ein industriell verwendbares Verfahren für die Analyse von Auswirkungen von Änderungen an Software-Modellen prototypisch entwickeln. Das Verfahren wird auf die Modellierungssprachen MATLAB/Simulink und Stateflow ausgelegt, da diese im industriellen Umfeld für die Entwicklung sicherheitsrelevanter Software weit verbreitet sind. Durch die Analyse auf Modellebene können potentielle Auswirkungen bereits im Modell sichtbar gemacht werden, selbst wenn das Modell noch nicht vollständig für die Seriencodegenerierung erweitert wurde. Damit ist eine genauere Bewertung der Änderungen in allen Phasen des Entwicklungsprozesses möglich.

Kooperationspartner

Model Engineering Solutions GmbH
http://www.model-engineers.com/

Projektbeteiligte

Leitung
Prof. Dr. Sabine Glesner
Wissenschaftliche Mitarbeiter/innen
Marcus Mikulcak

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe